Weitere Aktivitäten
Aleppo Januar 2026

Ein Mitglied unseres Vereins hält sich derzeit in Syrien bei der Organisation "Sterk" auf und schickte uns diese Einschätzung. Lasst uns tätig werden!

Dezember 2025
Offener Brief des Vereins Familien für den Frieden e. V. an die Parlamentarier und Parlamentarierinnen des Deutschen Bundestages

Mitunterzeichner des Briefes:
Deutscher Friedensrat e. V.
Friedensglockengesellschaft Berlin e. V.
Friedensforum Neumünster
20.09.2025
"Haltet ein - verteidigt den Frieden"
Stellungnahme des Vereins Familien für den Frieden e. V.
Wir haben als Verein das Wort „Frieden“ in unserem Namen. Wir haben vor drei Jahren dazu in einer Bildung gearbeitet und uns verständigt. Wir hörten und diskutierten aus einer Perspektive, in der eine militärische Bedrohung vor allem in Nord- und Ostsyrien real war.
Heute sind wir in der Situation, in der eine beispiellose Aufrüstung in Westeuropa stattfindet und militärische Abschreckung als alternativlose Reaktion auf die Kriegsbedrohung und als Friedenspolitik behauptet wird. Ein permanentes Aufrüsten, eine Wiedereinführung der Wehrpflicht, ein Wirtschaftswachstum in der Rüstungsindustrie, Waffenexporte in Länder, die sie völkerrechtswidrig einsetzten – das ist die gesellschaftliche Situation, in der es gilt, in unseren Diskussionen und in unserer Öffentlichkeitsarbeit wach zu analysieren und unsere Werte, vor allem die Stärkung der Gesellschaftlichkeit, auch in unserem Handeln nicht aus dem Blick zu verlieren.
Der öffentliche Diskurs wird immer noch von der Erzählung bestimmt, dass Kriegstüchtigkeit dem Wohle der Menschen dient. Das hat sie nie getan. Das zeigen unsere historischen, gesellschaftlichen und zwischenmenschlichen Erfahrungen.
Das Muster scheint immer das gleiche, es werden nationalstaatliche Feindbilder geschaffen und teils mit Lügen und Horrorszenarien untermauert und natürlich geht es immer um die Verteidigung der sogenannten westlichen Werte. Letztlich geht es aber um Rohstoffe, Handelswege, Absatzmärkte und territoriale Ausweitung. Für diese Ziele opfert man tausende Menschen. Indem man sie in den Krieg schickt oder direkt durch Kriegsgerät tötet, opfert man auch den verantwortungsvollen Umgang mit der Natur und opfert man demokratische Grundwerte. Um die Verteidigung von Menschenrechten geht es nicht, sie spielen immer eine untergeordnete Rolle.
Wir lernen aus den Friedensbemühungen der demokratischen Selbstverwaltung in Nord- und Ostsyrien, aus dem Friedensprozess, der mit der Waffenniederlegung und der Auflösung der PKK eingeleitet wurde, dass eine starke Gesellschaftlichkeit und ziviler Widerstand solche Prozesse möglich machen. Rojava hat eine fortschrittliche Verfassung: Gleichberechtigung aller Menschen – unabhängig von Religion, Ethnie, Herkunft oder Geschlecht – ist im Gesellschaftsvertrag festgelegt, eine bessere Zukunft für alle wird angestrebt. Im unruhigen, von Krieg betroffenen Nahen Osten weckt die Selbstbestimmung fördernde und Minderheiten schützende Basisdemokratie der DAANES große Hoffnung und kann die Grundlage für einen sich ausbreitenden Frieden sein.
Jetzt unsere Stimme zu erheben und mitzuhelfen, dass in Nord- und Ostsyrien weiterhin Minderheiten geschützt sind, Menschen in ihrer Heimat leben können und Frauen gleiche Rechte haben, ist so wichtig und gibt uns mehr denn je eine realexistierende Perspektive und Hoffnung.
Wirklichen Frieden kann es nur geben, wenn für jeden die Dinge, die er zum Leben braucht, vorhanden sind. Das kann auch eine gemeinschaftliche Nutzung bedeuten, wie sie viele nachbarschaftliche Initiativen in unserem Land leben, kann Empathie für Kinder, Ältere und in Not Geratene bedeuten.
Die Logik von Machterhalt und Machtergreifung durch immer „fortschrittlichere“ Waffen hat einen Namen – Militarismus. Dagegen protestieren wir.
Unsere Forderung nach Frieden hat eine weltumspannende und ganzheitliche Dimension. Respekt allen anderen Menschen und Lebewesen gegenüber gehört für uns zum Grundverständnis eines friedlichen Zusammenlebens.
Wir wollen dazu nicht schweigen, dass immer mehr und immer direkter „zu den Waffen“ gerufen wird.
Wir vermissen in unseren Lebensumfeldern in vielen Bereichen gesellschaftlichen und ökologischen Frieden. Wir nehmen nicht hin, dass Friedensinitiativen diffamiert und wie in Köln sichtbar gar kriminalisiert werden.
Wir solidarisieren uns mit den friedensbewegten Initiativen in ihrer Unterschiedlichkeit und in ihrem gemeinsamen Willen, den gesellschaftlichen Konsens für ein friedliches Miteinander zu stärken und sichtbar zu machen.
24.01.2025
Stellungnahme der beiden Ko-Vorsitzenden des Vereins zu den Luftangriffen auf die Mahnwache am Tişrîn-Damm in Nordsyrien
09.12.2024
"Deutsche Unterstützung für die demokratische Neugestaltung Syriens" - Appellierender Brief des Vereins an das Auswärtige Amt und Bitte um ein Gespräch mit Außenministerin Annalena Baerbock
27.10.2024
Das war ein Kornspeicher ... Erklärung des Vereins "Familien für den Frieden e.V."
Panzerhaubitzen und Bomben zerstören die Lebensgrundlagen der Menschen in Nord- und Ostsyrien
Am späten Mittwochabend, dem 23.10.24, begannen die türkische Armee und mit ihr verbündete islamistische Gruppen ihren verheerenden Angriff auf die zivile Infrastruktur in der selbstverwalteten Region Nord- und Ostsyrien und auf die Region Şengal im Nordirak. Am Abend des 24.10. 24 schauen die Menschen auf Tote und Verletzte und zerstörte Lebensgrundlagen: Großbäckereien, Kornspeicher, Elektrizitätswerke, Ölförderanlagen etc. Wir haben ein Mitglied unseres Vereins gebeten, uns einen O-Ton aus der Region zu schicken:
„Seit dem 23. Oktober steht die Region von Nord- und Ostsyrien wieder unter Beschuss des türkischen Staates unter der Führung der AKP und Erdoğan. Von der Gegend um Tel Rifat, wo die aus Efrîn vertriebenen Menschen leben, bis zu den Elektrizitätswerken von Dêrik steht Nord- und Ostsyrien unter massivem Beschuss von Panzerhaubitzen und gezielten Bombardierungen durch Drohnen. Bis zum heutigen Stand haben die Bombardierungen 13 zivile Opfer gefordert, darunter drei Kinder, sowie über 25 Verletzte. Es ist noch nicht klar wie schwer die Verletzungen sind.
Was wurde bombardiert? Es wurden wieder Weizendepots, Elektrizitätswerke, Ölförderanlagen und die Einsatzkräfte der inneren Sicherheit angegriffen.
Warum greift die Türkei diese Ziele an? Ganz klar mit dem Ziel der Vertreibung der Bevölkerung. Sie will ihr die Lebensgrundlage vor dem bevorstehenden Winter, die Basisversorgung mit Wasser, Strom und Heizung (Öl) entziehen. Es ist ein gezielter Angriff auf die Zivilbevölkerung und in diesem Sinn nach dem Völkerrecht ein Kriegsverbrechen.
Über den Tag verteilt waren die Detonationen der Angriffe zu hören, aber genauso die Stimmen der Menschen auf der Straße. Überall wurde demonstriert, der Gefallenen gedacht und eine ganz klare Haltung nach außen getragen: Ihr wollt, dass wir im Winter frieren, ihr tötet unsere Kinder, ihr bombardiert unsere Dörfer – wir bleiben, wir werden nicht gehen! Wir werden uns verteidigen.“ 24.10.2024
Am Samstag, 26.10.24, wurden die Angriffe mit zerstörerischer Heftigkeit fortgesetzt. Wir als Verein "Familien für den Frieden e.V." fordern:
- die Schließung des Luftraums über der Region durch die internationale Koalition im Kampf gegen den IS
- die internationale Verurteilung der völkerrechtswidrigen Angriffe des Nato-Mitglieds Türkei
- ein Ende deutscher Waffenlieferungen an die Türkei
- internationale Unterstützung der demokratischen Selbstverwaltung in Nord- und Ostsyrien beim Wiederaufbau der zerstörten zivilen Infrastruktur
Familien für den Frieden e.V.
www.familien-fuer-frieden.de
info@familien-fuer-frieden.de
08.10.2023
"Die Abwesenheit von Frieden - Die Lebensgrundlagen der Menschen in Nordsyrien werden vernichtet" - Presseerklärung des Vereins
30.09.2023
"Akute Gefährdung der Bevölkerung" - Appellierender Brief des Vereins an die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock
02.05.2023
Vereinsauftritt auf der 1. Mai-Kundgebung in Darmstadt
Neben Informationen zu unserem Verein "Familien für den Frieden" fand die Ankündigung der Ausstellung "Innen befreit - von außen bekämpft. Zerstörung und Widerstand" großes Interesse.

Aufgrund der massiven Angriffe des türkischen Militärs am 19. November und den darauffolgenden Tagen, haben wir, der Elternverein “Familien für den Frieden“, ein Schreiben entworfen.
Dieses Schreiben haben wir entsprechend der jeweiligen Wohnorte unserer Mitglieder und Freunde an die Mitglieder des Bundestags (MdB) versendet.
